Natürlich gibt es Alternativen zum "Netz"! Zu bennenenn ist das  "Autologe Transplantat " das ist biologisch, autologes (körpereigenes) Material. Der Körper hat Resourcen, die aber aktuell nicht üblicherweise bei Privatpatienten oder Kassenpatienten bei stationären Operationen/Klinikoperationen genutzt werden!

Grundsätzlich sollte man einen Nabelbruch operieren lassen, auch wenn man aktuell keine Beschwerden hat. Dies gilt beim Baby, wie auch beim Erwachsenen, wie auch beim älteren Menschen. Das Risiko der Darmeinklemmung liegt statiisch bei 1% pro Jahr!, was sich zunächst nicht tragisch anhört. Diese Darmeinklemmung kann aber zur Darmperforation führen und trotz intensivmedizinischer Behandlung zur Sepsis mit tödlichem Ende führen. Die Sepsis führt bei 50% der Patienten zum Ableben.

Bei laparoskopischen Operationen/minimal invasiven Verfahren kann es zu  "Nabelhernien" kommen, de facto handelt es sich aber um einen Narbenbruch bzw. "Trokarhernie". Klinisch imponiert eine Vorwölbung auf Nabelhöhe - daher wird meist der Begriff "Nabelbruch" benutzt, was inhaltlich aber verkehrt ist. - Der Videokamera-Port liegt meist im Nabelbereich, hier wird die Linea alba durchtrennt, um CO2 Gas zu insufflieren bzw.die Videokamera einzuführen. Wenn beim Rückzug der Videokamera der Schnitt in der Tiefe ( ca. 2,0-2,5cm im Durchmesser) nicht korrekt verschlossen wird, so kommt es zu einer "Trokarhernie", also einem Narbenbruch.

Ein "Hämatom" also ein Bluterguss im OP-Bereich tritt auf, wenn die Blutstillung nicht ausreichend war oder eine nicht bekannte Gerinnungsstörung vorliegt. Die Blutstillung kann durch eine "Ligatur" also durch das Unterbinden des Gefäßes mit einem Faden erfolgen, der geknotet wird. Bei kleineren Gefäßen wird in der Regel die "Koagulation" also das Verbrennen des Gefäßes durchgeführt.

Die postoperative Infektion ist eine ernst zu nehmende Komplikation. Rötung, Schwellung, Druckgefühl im Wundgebiet des Operationszugangs mit Fieber einhergehend, können zur lebensbedrohlichen Sepsis führen. Man unterscheidet Frühinfektionen, die innerhalb der ersten 1-5 Tage nach der OP auftreten, und Spätinfektionen, die nach der Nahtmaterialentfernung, also nach ca. 14 Tagen oder noch später auftreten.

Was ist ein Rezidiv?  
In der Folge ensteht ein erneuter Bruch und es erfolgt eine "Nachoperation". Ein erneuter Aufbruch der Bauchdecke mit der Nervenkompression oder der Einklemmung von Bauchorganen führt zum akuten Schmerz!

Woher kommt der?
- Schlicht ist es so, die OP hat langfristig nicht geklappt. In beiden Fällen ist allerdings eine Revision (Nachoperation) fällig, nur die Dringlichkeit ist unterschiedlich. 

Leistenbruch oder Nabelbruch: Im Ultraschall (Sonographie) wurde nichts festgestellt, im MRT (Kernspin) und CT (Computertomographie) auch nichts! Woher kommt der Schmerz?

Diese Fragen werden von mir gestellt: 
  • Sonographie im Stehen und im Liegen? Welche wurde denn gemacht, nur im Liegen oder auch im Stehen?
  • Welcher Schallkopf wurde benutzt: linearer (gerader) oder konvexer (gebogener)?
  • Haben Sie einen Bildausdruck davon?
  • Sonstige Diagnostik erfolgt?
  • MRT/CT - Konstrastmittelgabe oral? 

"Bauchweh" - also Bauchschmerzen bei Kindern - kommen häufiger vor. Die Eltern sind dann meist auch noch sehr aufgeregt und ratlos, wenn die "Wärmflasche" dann auch nicht mehr hilft. Wenn diese Symptome mehrfach auftreten führt der Weg zum Kinderarzt oder im "Notfall" in die Kinder-Notambulanz. Akute Einklemmungen eines Nabelbruches oder eines Leistenbruches können auch diese Symptomatik aufweisen. Wenn Ihnen Vorwölbungen im Bereich der Bauchdecke, also am Nabel oder an der Leiste auffallen, so sollten Sie das umbedingt sagen!

Alarmsymptome sind: Schreien, Weinen, schnelle Atmung, schneller Herzschlag, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Krampfen, Bewußtlosigkeit.

Die Begriffe Sedation und Narkose  werden auf Deutsch übesetzt als "Dämmerschlaf" und "Tiefschlaf". 

Häufig wird der Dämmerschlaf also die "Sedation" als harmlos vom Patienten betrachtet und der Tiefschlaf also die "Narkose" als gefährlich vom Patienten angesehen. Die Narkose beinhaltet den Nimbus des todesähnlichen Zustandes, weil sie mit der Aufgabe aller Vitalfunktionen assoziiert wird.

Für beide Vorgänge ist die Verabreichung von Medikationen über einen intravenösen Zugang (Braunüle) oder über "Atemgase", die das "Bewußtsein" eintrüben, ausschlaggebend.

Ja die gibt es ! Zum einen die "Händedesinfektion" aller Beschäftigten, Besucher und des Patienten sowie in der Prophylaxe (Vorbeugung) die Dekontamination des Patienten wenigstens 4 Tage vor Operationstermin.

In der Zusammenfassung sind aus meiner Sicht diese Maßnahmen sinnvoll:

  1. Bakteriologischer Abstriche mit Resistenzbestimmung: Nasenvorhof, Rachen/Tonsillen, After.
  2. Prophylaktische Dekontamination über wenigstens 4 Tage präoperativ: Mit einem schleimhautgängigen Desinfektionsmittel.
  3. Bei lokalem Nachweis von multiresistenen Keimen wie MRSA/MRGA: Lokale Antibiose über 10 Tage, Kontrollabstrich in Folge zum Nachweis der Dekontamination.
  4. Bei jeglichem positiven Keimnachweis (also auch eines nicht resistenten Hautkeimes wie Staphyloccocus aureus, Streptokokken, Klebsiellen etc.) sollte auch nach prophylaktischer Dekontamination eine erregerspezifische, präoperative, prophylaktische Antibiose erfolgen.

Patienten, die bereits mit MRSA/MRGN infiziert sind, befinden sich in einem lebendsbedrohlichen Zustand und versterben trotz intensivmedizinischer Maßnahmen in ca. 50 % der Fälle. Die betroffenen Patienten liegen oft, da sie im Vorfeld nicht entsprechend untersucht wurden, mit "gesunden" nicht kontaminierten Patienten im Mehrbettzimmer. Eine "Isolation" ist im Mehrbettzimmer nicht möglich und eine weitere Keimverbreitung kann erfolgen. Das Gleiche gilt für Pflegeheime und Rehabilitationskliniken, die die "Isolationspflicht" der betroffenen Patienten oft ignorieren.

Die Statistiken der Krankenhäuser über Infektionen im Krankenhaus belegen eine Letalität von 60.000 Personen jährlich aufgrund von Infektionen.